ein kleiner Reisebericht von Muigaulwurf Productions 
Das Vehikel:
- Lederausstattung
- 5 Sitzplätze
- Bordtelefon
- 348PS
- max.1350kg
- 220km/h schnell
- Verbrauch 90l/h
- Preis: so um die 2.000.000$
der Bell 206 Jetranger 
Also Termin gestern 15:00Uhr. Angekommen, pechschwarze Wolken im Norden. Regenguss abgewartet und zwischenzeitlich Fotos und Vorflugkontrolle gemacht.
Aussencheck

mehr Bilder gibts leider nicht, weil ich mim checken beschäftigt war.
Dann waren heute einige “Redfox” zu Gast. Red Fox ist der Rufname für die Maschinen von Eurocopter, die Prototypen, Testmaschinen bzw werksfrische Maschinen, die auf Auslieferung warten. Zu erkennen sind die Maschinen an der vorläufigen Kennung, die nur aufgeklebt ist.
Zwei Maschinen der Schweizer.

hier sieht man überm Fenestron (Heckrotor) schön die provisorisch aufgeklebte deutsche Kennung

hier kommt gerade eine zukünftige Maschine der Gendarmerie zum Tanken.

auch hier wieder die provisorische deutsche Kennung.
Die Kleinkriminellen rennen beim Anblick der Maschine gleich mal weg 

höö wos isn des für a lustigs Ding 
hochklappen von ner Trittstufe für die Vorflugkontrolle 

Dann war der Regen vorbei und wir haben uns in die Maschine geschwungen.
Hier kommt der Sightseeing part:
kurz vorm Start – man beachte meinen wunderschönen Helm 

Raffinerien um Ingolstadt

Die Altmühl

Donaukanal

Schleuse im Donaukanal

Berching mit historischer Altstadt und Stadtmauer

der Brombachsee


Eichstätt


direkter Schuss nach unten mit Skids am unteren Bildrand 

und noch als Sightseeing Abschluss wieder Ingolstadt und Umgebung.

jetz kommt der spannende Teil – der Checkflug:
das sind die lustigen Dinge wie Notverfahren, Platzrunden fliegen, Nasenkreise fliegen, Hover-AR’s, Hovern usw.
Hier diesmal ohne fotografierende Passagiere, weil da gehts ganz schön zur Sache und Spucktüten waren keine an Bord. Ausserdem jedes Kilo weniger Gewicht macht die Sache einfacher.
Abflug

Bisschen Platzrunden fliegen, Heckrotorsteuerung blockiert geübt usw.


…und da kommt er wieder


abstellen (ich bin leider der, den man auf den Bildern so gut wie nie sieht, weil ich rechts sitz und so dunkel angezogen bin
)

260l nachtanken

und dann kommt der Angriff von Dekandenzia – mal kurz zum Kaffeetrinken fliegen 
Im Prinzip wars noch ne Übung – mit vier Leuten im Heli, vollgetankt in confined territory starten und landen. In dem Fall ein Innenhof einer Firma mit anschliessendem Kaffee.
eine kleine Spiegelung im Glasvorbau der Firma – hier sieht man ein bisschen dass doch etwas eng ist

…so eng, dass wir unsere Passagiere zum Starten woanders abholen mussten, weil wir sonst so viel Leistung ziehen hätten müssen, dass das Hauptgetriebe gelitten hätte 
…mitten auf ner Zufahrtsstrasse 

der Herr links ist der Eigentümer unseres “Landeplatzes”
Flug in die untergehende Sonne


geil wars, Leute

insgesamt warns heute 2h 35min reine Flugzeit, 13 Landungen und vier Turbinenstarts
http://youtube.com/watch?v=ozHUxzSGpC0
Das ist nicht unsere Maschine, aber der gesamte Startvorgang ist in meinen Ohren eins der schönsten Geräusche dies gibt. 
Für die, dies interessiert wie der Startvorgang grob abläuft:
Das Klackern am Anfang ist die Zündkerze. Mit dem Starter auf 15% Drehzahl bringen, Drehgas aufdrehn (das ist das Fauchen) und die peaks der TOT (turbine outlet temperature) abwarten. Bei 58% Starter loslassen und idle laufen lassen. Dann auf 70% Drehzahl aufdrehn und dabei aufpassen, dass der Torque 40% nicht überschreitet, Generator dazuschalten, auf 100% Drehzahl bringen, checken ob alle Anzeigen grün sind und ab die Post 
Gestern war mal wieder ein richtig geiler Tag zum fliegen, auch wenns teilweise so ausgesehn hat als wenn wir wieder unverrichteter Taten heimfahren müssten.
Weil mans hier grad so schön sieht noch für die Interessierten

die “Hörnchen” aufm Dach und unter der Schnauze sind sogenannte “cablecutter” und tun im Falle der Berührung mit einer Stromleitung o.ä. ganz genau das. Es sieht hier so aus, als würden die Cablecutter nur einen Teil der Front des Hubschraubers abdecken. Aber im Vorwärtsflug ist der Hubschrauber und die Rotorkreisebene so weit nach vorne geneigt, dass das Kabel entweder sowieso direkt im Rotor landet oder eben unterm Hubschrauber “durchrutscht”. Das eigentlich “verwundbare Profil” des Hubschrauber ist dadurch abgedeckt. Bei genügend Vorwärtsfahrt (>50Knoten) schneiden diese windigen Dinger durch ihren konischen Verlauf zum scharfen Ende hin wirklich Kabel durch und haben schon so manchen Piloten das Leben gerettet.















